carolinensiel/wja – 120 begeisterte Zuhörer konnte der erste Vorsitzende und Liedervater Heero Becker am vergangenen Sonnabend in der Gastwirtschaft „Zur Traube“ begrüßen. Zunächst verwies er stolz darauf, dass der 1883 gegründete Sieler Chor, der Quartettverein, seit nunmehr 126 Jahren besteht. Außerdem konnten ab Herbst vergangenen Jahres erstmalig seit längerem wieder die Proben in dem Lokal „Zur Traube“ stattfinden. Darüber freute sich der Vorsitzende Becker besonders, da an diesem Ort der Männerchor gegründet wurde.
Übrigens von vier Herren aus der Carolinensieler Umgebung, daher der Name des Gesangvereins. Der öffentliche Gastabend findet alle zwei Jahre traditionell eine Woche vor Ostern statt.
Diesmal stand das Liederprogramm unter dem Motto „Frühling von San Francisco bis zum Eriesee“. Unter der Chorleitung von Michael Neuhaus wurde mit „Wie kommt tosamen“ gleich mit einem passenden Anfangsstück begonnen. Schnell wurde deutlich, dass der Carolinensieler Quartettverein ein vielschichtiges Repertoire zu bieten hat. So wurden unter anderem Volkslieder und Schlager vorgetragen.
Den vorläufigen Abschluss des Programms bildete das allseits bekannte „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens. Bei diesem Stück klatschte das Publikum begeistert mit, so dass es daraufhin nochmals als Zugabe vorgetragen wurde.
Während der ersten Gesangspause konnte Liedervater Heero Becker einige Ehrungen vornehmen. So wurde Gerhard Gralfs für seine 20-jährige Vorstandstätigkeit im Namen des Chorverbandes Niedersachsen-Bremen ausgezeichnet. Er erhielt dafür das Ehrenzeichen in Gold. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Gerhard Sander und Karl Post das Ehrenzeichen in Silber. Die gleiche Auszeichnung in Bronze erhielt Gottfried Gorselitz für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft.
Nachdem der Quartettverein sein offizielles Programm beendet hatte, erfolgte eine kleine Einlage des Shanty-Chors. Dieser sieht sich als Ableger des Männerchors und setzt sich auch nur aus dessen Mitgliedern zusammen. Genau genommen gehören 20 der 30 Quartett-Sänger dem Shanty-Chor an. Dieser sang am Sonnabend natürlich nur Seelieder.
Abgerundet wurde der Abend durch den Auftritt einer „Sängergruppe der 70er/80er-Jahre“ unter der Leitung von Hans „Bank“ Janssen, die mit Rheinliedern an ihren Auftritt auf dem Gastabend vor 30 Jahren erinnerte. Dann wurde zur Musik von Harm Pollman aus Esens bis in die frühen Morgenstunden getanzt. |